Teacher Training – das erste Mal vor der Klasse

Teacher Training das erste Mal vor der Klasse

Heute lasse ich euch mal ein bisschen an meinen Erfahrungen aus dem Teacher Training teilhaben. Unsere Ausbildung im Yoga Circus ist sehr praxisorientiert, d.h. am jeweiligen Ausbildungstag stehen wir abends vor der öffentlichen Klasse und werden auf die Leute losgelassen. Natürlich immer nur häppchenweise.

Eine gute Vorbereitung ist alles, oder?

Unser Ausbildungstag sieht folgendermaßen aus: Wir treffen uns um 11 Uhr und besprechen viel Theorie, aber ein Großteil ist der Praxis gewidmet. Die Zeit fliegt nur so dahin. Und plötzlich ist es 17 Uhr oder sogar 17.30 Uhr! An sich kein Problem, wenn wir nicht um 18 Uhr vor einer echten Klasse stehen müssten – oje! Beim ersten Mal machte sich etwas Panik breit, vor allem bei denen, die für den Hauptteil eingeteilt worden waren (mittlerweile haben wir uns irgendwie daran gewöhnt 😉 ). Wie? In 30 Minuten eine Stunde vorbereiten? Geht das überhaupt? Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass wir insgesamt zu 13. eine Stunde halten. Also alles nicht ganz so dramatisch, wie man im ersten Moment vermuten könnte. Bevor es mit der Stundenplanung losgeht, entscheiden wir, wer welchen Teil der Stunde übernimmt (Begrüßung/Verabschiedung, Warm up, Sonnengrüße, Haupteil, Cool down) und dann geht’s auch endlich an die Planung. Bisher hat tatsächlich immer alles geklappt. Bei meiner ersten Stunde war ich mit zwei Mitstreiterinnen für das Warm up zuständig.

Die ersten Leute kommen

Oh oh, es wird ernst. Die ersten SchülerInnen kommen. „Hoffentlich wird’s nicht zu voll“, denken wir alle, aber der Raum füllt sich immer mehr. Alle gehen nochmal schnell in Gedanken ihren Teil durch. Die Anspannung steigt. Richtig cool und relaxed ist von uns niemand mehr. „Es ist nur das Aufwärmen, es ist nur das Aufwärmen“, wiederhole ich mantramäßig still vor mich hin. Und obwohl ich weiß, dass dieser Teil der Stunde noch zu den entspannten Aufgaben gehört, rattert es in meinem Kopf ohne Pause.

18 Uhr – jetzt gibt es kein zurück mehr. Mein Herz pocht wie wild und meine Hände werden schwitzig. Ich suche mir mit meiner Matte einen Platz ganz weit vorne. Nicht, dass ich noch stolpere, wenn ich einmal quer durch den ganzen Raum gehen muss – das fehlt mir gerade noch. Unsere Lehrerin Alex begrüßt die Leute. Ich kann gar nicht richtig zuhören, ich warte nur auf meinen Einsatz. HILFE, gleich bin ich dran…

Perspektivenwechsel

Ich stehe auf und laufe nach vorne, es fühlt sich wie in Zeitlupe an und dann stehe ich vorne auf der Matte, das erste Mal vor der Klasse. Hier bin ich also. Fühlt sich ganz schön komisch an, wenn man auf einmal allen ins Gesicht gucken kann. Die Abfolge meiner Übungen habe ich im Kopf, aber wie sage ich sie am besten an? Zu spät für Detailfragen. Ich fange an zu schwitzen. Ruhig bleiben, ich atme tief ein und aus. Und dann geht’s auch schon los. Ich gebe Anweisungen und die Leute machen sogar, was ich sage. Gott sei Dank. Ich bin so konzentriert und im Tunnel, dass ich zwar alles richtig ansage, aber WAS die Leute genau da auf ihrer Matte tun, kann ich nicht wirklich beurteilen. Die Aufregung ist einfach zu groß. Daran muss ich wohl noch ein bisschen arbeiten. Und dann zack, ist mein Teil auch schon wieder vorbei. Gar nicht so schlimm wie gedacht, aber ungewohnt. Allerding habe ich viel zu leise gesprochen. Alle Hinweise aus der letzten Reihe sind an mir vorbeigerauscht. Ich sag doch, Tunnel und so.

Zurück in meine Komfortzone

Ich bin fertig und kann wieder zurück auf meine Matte, in gewohntes Terrain. Das war also mein erstes Mal vor einer Klasse – ich habe es geschafft. Jetzt kann ich die restliche Stunde noch einigermaßen entspannt genießen. Nur in Shavasana – der Endentspannung – muss ich mit allen anderen nochmal ran. Dabei würde uns die Entspannung nach so viel Adrenalin wohl auch sehr gut tun.

OM!

Wie es mir sonst noch so in der Ausbildung ergeht, könnt ihr bald nachlesen. Interessiert dich etwas Spezielles? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Namasté Romina

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