Mein erstes Mal: Kundalini Yoga

Her mit der grenzenlosen Energie – mein erstes Mal beim Kundalini Yoga

An einem sonnigen Herbstabend hat es mich nach Ottensen in Hamburg Altona verschlagen – ins wunderschöne Yogacentrum ARDAS um genau zu sein. Endlich habe ich es mal in eine Kundalini Yogastunde geschafft. Das hatte ich mir schon so lange vorgenommen. Bevor ich dir berichte, wie es war, möchte ich dir zunächst kurz erzählen, was Kundalini Yoga ist bzw. was dich in einer solchen Stunde erwartet.

Yoga der Energie

Dieser Stil wurde von Yogi Bhajan (1930–2004) entwickelt und zielt mit seinen Körper- und Atemübungen – darauf ab, die Kundalini (sanskr. = Schlange) zu wecken. Diese liegt zusammengerollt an der Basis des untersten Chakras und blockiert den Energiefluss. Aha. Auch Chanten und Singen gehört zu dieser Richtung ganz selbstverständlich dazu. Ach ja und weiße Kleidung und ein Turban. Okayyyy. Wie du jetzt bestimmt schon gemerkt hast, unterscheidet sich dieser Stil von allen anderen Yogadisziplinen erheblich. Ich will dich jetzt nicht näher mit den Details langweilen, aber ein Tipp: Wenn du noch nie Yoga gemacht und nicht viel mit der Philosophie am Hut hast, dann ist eine Kundalini Yogastunde eventuell für den Anfang eher schwierig, denn man muss sich schon auf das Singen und die Übungen einlassen. Diese werden nämlich teilweise ganz schön lange ausgeführt und sind auch ganz anders als das, was man sonst so vom klassischen Yoga gewohnt ist. Wenn du mehr über Kundalini Yoga erfahren willst, kannst du bald HIER nachlesen.

Einmal Sauerstoff, bitte

Eins vorweg: Ich glaube, ich habe in einer Yogastunde noch nie so viel geatmet. Ich habe so viel und so intensiv geatmet, dass mir schon ganz schummerig wurde vom ganzen Sauerstoff. Am Anfang fühlt es sich komisch an, aber schon nach ein paar Übungen bemerke ich bereits, dass ich mehr Energie habe. Und die brauche ich auch, denn manche Übungen sind echt anstrengend – Squats bis zum Abwinken sag ich da nur. Oder mit den Armen wie wild auf- und abpumpen.

Gegen alle Widerstände

Ich weiß nicht, wie lange wir diese Übungen gemacht haben (wahrscheinloch nur 2 Minuten), aber vom Gefühl her waren es mindestens 10. Mindestens, wenn nicht mehr! Und auf einmal merke ich, wie mein Verstand sagt: „Hör doch einfach auf damit, das brennt schon ziemlich in den Beinen/Armen…“. Nein, denke ich mir, ich bin hier der Boss, weiter geht’s. Gedacht, getan…und bei jedem Ein- und Ausatmen wiederhole ich innerlich das Mantra SAT NAM* und was soll ich sagen? Ich atmete einfach gegen den Widerstand, bis er schließlich verschwindet. Ein tolles Gefühl – der fette Muskelkater wird allerdings bestimmt nicht lange auf sich warten lassen. Autsch.
Irgendwann liege ich dann selig auf der Matte und döse fast ein. Endentspannung deluxe. Aufstehen kommt gar nicht in Frage. Kann man hier auch übernachten?! Zum Abschluss singen wir noch ein bisschen und es fühlt sich auch gar nicht komisch an – ganz im Gegenteil.

3 Tage wach

Ok, die Überschrift ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber schon am Abend nach der Stunde stelle ich fest, dass ich länger wach bin. Also richtig wach. So wach, dass ich ohne Probleme in die Tasten hauen kann. Das geht normalerweise – seit das Baby da ist – um diese Uhrzeit nämlich nicht mehr so einfach. Auch am nächsten Morgen komme ich, trotz anstrengender Nacht, gut aus dem Bett. Super, denn wer wünscht sich nicht mehr Energie? Scheint wohl wirklich etwas dran zu sein.
Mein Fazit: Schön war’s. Ich komme bestimmt nochmal wieder. Danke und SAT NAM*

Romina

Wenn du in Hamburg wohnst oder mal zu Besuch bist und Lust auf eine Kundalini Yogastunde hast, dann schau doch mal im ARDAS in Altona vorbei.

* SAT NAM bedeutet so viel wie „Wahrheit ist mein Name“ oder „Ich bin Wahrheit“, bekanntest Mantra aus dem Kundalini Yoga.

Photo by JR Korpa on Unsplash

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