Welcher Yoga-Stil passt zu dir?

Finde den Yoga-Stil, der zu dir passt

Yoga? Das kann ich nicht. Ich bin zu ungelenkig, ich bin zu alt, ist mir zu langweilig, ist mir zu esomäßig – dies sind nur einige Sätze, die man immer wieder hört. Es sind die Gründe, die viele Menschen vom Yoga abhalten. Kommen sie dir bekannt vor? Dabei muss das gar nicht sein, denn das Schöne am Yoga ist, dass Jede und Jeder es ausführen kann. Wirklich JEDER. Warum? Weil jede Übung so abgewandelt werden kann, dass es für dich persönlich passt. Du kommst im Stehen nicht an deine Füße? Ja und? Dann gehe soweit, wie du kommst, oder setze deine Hände auf Klötze. Gleichgewicht ist nicht dein Ding? Halt dich an der Wand oder an einem Stuhl fest. Du siehst schon, es gibt keine Ausreden. Natürlich kann man nicht nur die einzelnen Haltungen an deine körperliche Verfassung anpassen, sondern auch den Yoga-Stil. Denn Yoga ist nicht gleich Yoga.

Dynamisch, ruhig oder spirituell

Je nach persönlichen Vorlieben kann man mittlerweile zwischen sehr vielen Yogastilen wählen. Du willst dich richtig auspowern? Dann sind dynamische Stile wie Vinyasa Flow, Power Yoga oder Ashtanga wahrscheinlich das Richtige für dich. Im Folgenden werden die bekanntesten Stile kurz und knapp vorgestellt. Vielleicht bekommst du dann schon eine Ahnung davon, welcher Stil zu dir passen könnte. Für genauere Informationen wird es bald in der Kategorie „Yoga-Lexikon“ einen ausführlichen Artikel zu jeder Richtung geben. Bis dahin, schau dir die unten stehenden Beschreibungen schon mal an. Und noch ein Tipp zum Schluss: Yoga hängt auch oft von der Lehrerin oder dem Lehrer ab. Wenn du mal in einer Stunde landen solltest, die dir nicht gefällt, probiere ruhig nochmal eine andere aus, bevor du das Handtuch wirfst. Jetzt aber wirklich, welcher Yoga-Stil passt zu dir?

Hatha Yoga

Die im Westen wohl bekannteste Form des Yoga. Aus seinen Lehren ist so gut wie jeder andere moderne Stil entstanden. Hatha Yoha ist sehr körperbetont und vereint Asanas, Atemübungem, Meditation und Entspannung. Durch diese ganzen Techniken soll der Körper und somit auch der Geist zur Ruhe gebracht werden.
Für alle, die einmal alle Techniken vom klassischen Yoga ohne viel Schnickschnack erleben möchten. Ein bisschen Kondition ist auch von Vorteil.

Jivamukti

In diesen Stunden gibt’s einen bunten Mix aus anspruchsvollen Übungen, die im Fluss geübt werden und von thematisch passender Musik begleitet werden. Das Singen von Mantras, aber auch spiritueller Input und Meditation gehören zu jeder Stunde dazu.
Du interessierst dich für die yogische Philosphie und bist auf der Suche nach einer fordernden Praxis? Dann probiere auf jeden Fall mal eine Stunde aus. Nimm am besten ein Handtuch mit, denn dieser Stil ist echt anstrengend.

Vinyasa Flow

Dieser Stil hat Ähnlichkeit mit Jivamukti Yoga, nur dass der Fokus nicht so stark auf der Philosophie liegt. Auch dieser Stil ist sehr schweißtreibend, denn die immer wieder neuen Bewegungsabläufe werden mit dem Atem synchronisiert. Musik gehört meist auch zu den Stunden.
Dieser Stil passt zu dir, wenn du eine intensive, anspruchsvolle Yogastunde suchst, die Spaß macht und bei der man dennoch gut abschalten kann.

Ashtanga

Du willst mal richtig an deine Grenzen gehen? Dann bist du beim Ashtanga Yoga richtig. Es wird jedes Mal eine feste Bewegungsabfolge geübt, die es in sich hat. Der Atem trägt dich dabei von Übung zu Übung. Da der Ablauf immer gleich ist, kann man auch super zu Hause üben. Weiteres Plus: Durch die ständige Wiederholung beruhigt sich dein Geist schneller und du kommst in einen meditativen Zustand.
Disziplin, Ausdauer und Kraft – das braucht man für diese anspruchsvolle Richtung. Dafür wird man aber auch mit einem super geformten Körper und einem ruhigen Geist belohnt.

Yin Yoga

Hier geht’s um passive Dehnung und Ruhe. Der Fokus liegt auf dem Loslassen. Im Gegensatz zu Vinyasa, Ashtanga und Co. finden bei diesem Stil die Übungen überwiegend im Sitzen oder Liegen statt. Einzelne Stellungen werden dabei 3–5 Minuten gehalten, dadurch erreicht man nicht nur die Muskeln, sondern auch die Gewebeschichten darunter. Ziel bei dieser Richtung ist es, in eine tiefe Entspannung zu kommen.
Wenn du ständig unter Strom stehst, dich nach Ruhe sehnst oder einfach mal deinen ganzen Körper dehnen willst, dann ist Yin Yoga etwas für dich. Dieser Stil ist aber auch ein super Gegenpol zu den dynamischen Richtungen und ergänzt diese perfekt.

Kundalini

Wenn du dich zufällig mal in eine Kundalini-Stunde verirrst, dann wirst du wahrscheinlich ziemlich verblüfft sein. Denn dieser Stil unterscheidet sich erheblich von allen anderen: Es wird gewippt, gesungen und heftig geatmet – minutenlang. Ziel ist es, die Kundalini (Schlange) zu erwecken, damit die Energie im Körper ohne Blockaden fließen kann.
Für alle, die gerne singen und sich mal auf eine ganz neue Erfahrung einlassen wollen. Hier sucht man die bekannten Asanas aus anderen Stilen vergeblich. Dafür wirst du mit mehr Energie, Konzentrationsfähigkeit und einer tollen Ausstrahlung belohnt.

HIER kannst du übrigens nachlesen, wie es mir bei meiner ersten Kundalini-Stunde erging.

Anusara

Ein sehr junger Stil, der auf eine genaue Ausrichtung und auf Herzöffner wert legt. Jede Stunde steht unter einem anderen Thema, zu dem die anspruchsvollen Asanas passen. Zusätzlich bekommt man spirituelle Inspirationen für den Alltag.
Beim Anusara findest du viele fortgeschrittene Stellungen, die aber dennoch sehr viel Spaß machen. Du wirst die Stunde strahlend und glücklich verlassen, versprochen.

Strala Yoga

Dieser Stil wurde von Tara Stiles gegründet und ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet. Der Fokus bei diesem Stil liegt auf der Leichtigkeit in den Bewegungen. Anstatt sich in eine bestimmte Pose reinzuzwängen, soll man mit Hilfe der Atmung in die Haltung fließen. Es geht darum, was man in den Haltungen fühlt und nicht um die perfekte Ausrichtung.
Interessant für YogiNis, die mal eine neue Herangehensweise ans Yoga erleben möchten, und für alle, die Spaß an fließenden Bewegungen haben.

Du willst mehr über Strala Yoga erfahren? HIER stelle ich den Stil genauer vor und erzähle dir, wie meine Strala Yoga-Stunde in New York war.

Und? Welcher Stil passt zu dir?

Ich hoffe, ich konnte dir mit dem kurzen Überblick zeigen, wie vielfältig Yoga sein kann. Hast du einen Stil gefunden, den du gerne einmal ausprobieren möchtest? Wie war dein erstes Mal beim Yoga? Ich bin gespannt von dir zu lesen.

Namasté

Romina


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